Bankkonto in Deutschland
In Deutschland ist ein Bankkonto dringend erforderlich. Ob Gehalt, Miete oder Onlinezahlungen – ein Konto ist Voraussetzung für die meisten finanziellen Transaktionen.
In Deutschland ist das Girokonto das Bankkonto, das für den laufenden Zahlungsverkehr genutzt wird.
Tipp
Bei einigen Banken kosten Girokonten Geld, bei anderen sind sie kostenlos. Ein Vergleich der Angebote kann sich daher lohnen.
Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Informationen zur Eröffnung und Verwaltung eines Bankkontos sowie zu den häufigsten Zahlungsmodalitäten zusammengefasst.
Kontoeröffnung in Deutschland
EU-Bürgerinnen und -Bürger haben einen gesetzlichen Anspruch auf ein Bankkonto. Die Banken sind dazu verpflichtet, ihnen ein Basiskonto anzubieten, selbst wenn sie kein regelmäßiges Einkommen haben. Wenn Sie keine EU-Staatsbürgerschaft haben, müssen Sie zusätzlich eine Arbeitserlaubnis und eine Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamts vorlegen, um ein Konto zu eröffnen.
Folgende Dokumente werden zur Kontoeröffnung benötigt:
- gültiger Reisepass
- Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes (für nicht EU-Staatsangehörige erforderlich; EU-Staatsangehörige brauchen diese nur, wenn sie ein Konto eröffnen wollen, das sie auch überziehen können (ein sogenannter Dispo))
- Arbeitserlaubnis (für nicht EU-Staatsangehörige erforderlich)
- Lohnbescheinigung (wenn ein Dispo gewünscht wird).
Girokarte und Kreditkare
Sobald Ihr Antrag bestätigt wurde, erhalten Sie Ihre Kontodaten und eine zum Konto gehörende Girokarte (früher auch EC-Karte genannt) mit einer vierstelligen PIN. Oftmals bekommen Sie auch eine Kreditkarte. Das ist aber abhängig vom gewählten Konto und Dispo und kostet häufig extra. Während Ausgaben mit einer Girokarte direkt vom Konto abgebucht werden, erfolgt die Abbuchung der Zahlungen mit einer Kreditkarte erst gesammelt am Ende des Monats.
Im Alltag reicht eine Girokarte in Deutschland aus. Bei Zahlungen, für die eine Kaution hinterlegt wird, benötigen Sie allerdings oft eine Kreditkarte – zum Beispiel, wenn Sie ein Hotelzimmer oder einen Mietwagen buchen wollen.
Geld abheben und bargeldlos bezahlen
Mit der Girokarte und der zugehörigen PIN können Sie an zahlreichen Geldautomaten weltweit Geld abheben – und in Deutschland auch in manchen Geschäften nach dem Einkauf an der Kasse.
Tipp
Achten Sie beim Abheben von Geld an einem Geldautomaten darauf, ob dort Gebühren dafür anfallen. Nutzen Sie am besten Geldautomaten Ihrer Bank oder deren Partnerbanken, um Gebühren zu vermeiden.
Mit Ihrer Girokarte können Sie außerdem in den meisten Geschäften bargeldlos bezahlen. Trotzdem sollten Sie in Deutschland auch immer etwas Bargeld bei sich haben. Insbesondere in kleineren Geschäften ist eine Kartenzahlung nicht immer möglich.
Online-Banking
Die Verwaltung Ihres Kontos erfolgt in der Regel online auf der Website oder in der Online-Banking-App Ihrer Bank. Neben dem Online-Banking bieten viele Banken auch weiterhin die Möglichkeit, Ihr Konto an einem Automaten oder am Schalter in einer Filiale zu verwalten.
Wichtige Zahlungsmethoden
Überweisungen
- Um Rechnungen zu bezahlen, können Sie eine Überweisung tätigen. Damit erteilen Sie Ihrer Bank den Auftrag, eine bestimmte Summe von Ihrem Konto auf das Konto der empfangenden Person zu übertragen. Für jede Überweisung füllen Sie einen Überweisungsträger aus – das geht entweder in Papierform oder digital. Überweisung innerhalb Deutschlands: Um eine Überweisung innerhalb Deutschlands vorzunehmen, benötigen Sie lediglich die IBAN (Internationale Bank- und Kontonummer) der Empfängerin oder des Empfängers.
- Überweisungen innerhalb der EU: Für Überweisungen in andere EU-Länder müssen Sie zusätzlich den BIC (Business Identifier Code) angeben.
- Überweisungen außerhalb der EU: Für internationale Zahlungen müssen Sie neben der IBAN und BIC auch angeben, in welcher Währung Sie überweisen möchten. Beachten Sie hierbei, dass Gebühren für Auslandsüberweisungen anfallen können.
Um Gebühren zu sparen, empfiehlt sich oft die Nutzung von Geldtransfer-Dienstleistern. Diese bieten teils günstigere Konditionen und ermöglichen Überweisungen auch ohne ein Bankkonto. Ein Vorteil dieser Dienstleister ist, dass das Geld oft innerhalb weniger Minuten in der Filiale abgeholt werden kann.
Dauerauftrag und Lastschrift
Ein weiterer Vorteil des Bankkontos ist die Möglichkeit, Daueraufträge und Lastschriften einzurichten, damit keine Zahlung vergessen wird.
- Dauerauftrag: Mit einem Dauerauftrag können regelmäßige Zahlungen wie die Miete oder Versicherungsbeiträge automatisch eingerichtet werden. Das bedeutet, dass der festgelegte Betrag zu einem festen Zeitpunkt vom Konto abgebucht wird, ohne dass jedes Mal eine Überweisung durchgeführt werden muss.
- Lastschrift: Bei der Lastschrift erteilen Sie die Erlaubnis, einen Betrag von Ihrem Konto abzubuchen. Das ist besonders praktisch für wiederkehrende Zahlungen wie Stromrechnungen oder Rundfunkgebühren.