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Alle Einrichtungen zur Kinderbetreuung werden zusammengefasst unter dem Oberbegriff Kindertagesstätte (kurz: Kita). Abhängig vom Alter der Kinder wird unterschieden zwischen:

  1. Kinderkrippe (unter 3 Jahren)
  2. Kindertagespflege (0 bis 14 Jahre)
  3. Kindergarten (3 bis 6 Jahre) 
  4. Hort (Grundschulalter)

In der Alltagssprache werden mit Kita meist nur Einrichtungen für Kinder bis sechs Jahre bezeichnet. Auch immer mehr Unternehmen und Universitäten bieten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Möglichkeiten zur Kinderbetreuung an.

Der Besuch einer Kindertagesstätte ist in Deutschland – im Gegensatz zur Schulpflicht – freiwillig. Das Betreuungsangebot wird dennoch gerne genutzt: über 90 % aller Kinder zwischen drei und sechs Jahren gehen in den Kindergarten.

Kosten

Wie hoch die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung sind, entscheiden Bundesländer und Kommunen selbst. Es gibt zwar eine staatliche Förderung, die Kosten können jedoch variieren. Die Höhe des monatlichen Beitrags der Eltern richtet sich unter anderem nach dem Einkommen, dem Wohnort und der Anzahl der Betreuungsstunden, dem Alter des Kindes und dem Träger der Einrichtung. Teilweise kommen noch Zusatzkosten für Essen oder Freizeitangebote hinzu.

Betreuungszeiten

Die meisten Kitas bieten eine Ganztagsbetreuung an. Hier kann Ihr Kind von morgens bis zum späten Nachmittag spielen, lernen, essen und schlafen. Die Betreuungszeiten liegen in der Regel zwischen 7:30 Uhr und 16:30 Uhr.

Es gibt aber auch viele Angebote der Kinderbetreuung mit abweichenden Zeiten, die schon deutlich früher beginnen oder bis in den Abend hinein gehen. Das hängt ganz vom Bedarf der Eltern und von der jeweiligen Einrichtung ab.

Den passenden Betreuungsplatz finden

Seit 2013 haben Eltern in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder unter drei Jahren. Da die Nachfrage sehr groß ist, ist es wichtig, sich frühzeitig zu bewerben. Die Bewerbung um einen Betreuungsplatz ist in Deutschland je nach Wohnort unterschiedlich geregelt. 

In vielen Städten und Gemeinden gibt es zentrale Online-Plattformen zur Anmeldung. Auf dem Familienportal des Bundesministeriums für Familien finden Sie alle wichtigen Informationen zur Suche sowie weitere Unterstützungsmöglichkeiten.

Tipp

Häufig bieten Kirchen oder soziale Einrichtungen betreute Spielgruppen für Kinder an. Teilweise sind diese auch mehrsprachig.

Viele Kitas und Betreuungseinrichtungen bieten mehrsprachige Konzepte an, die Kinder in verschiedenen Sprachen fördern. Eine Übersicht für die Region FRM finden Sie hier.

Kinderbetreuung unter 3 Jahren

Die Kinderbetreuung bis zum dritten Lebensjahr findet in der Regel in einer Kinderkrippe statt. Hier können bereits Babys ab drei Monaten betreut werden. Die Gruppen sind hier meist kleiner und es gibt mehr Erzieherinnen und Erzieher. 

Neben den Kinderkrippen gibt es auch Kitas, die Kinder von null bis sechs Jahren betreuen. Hier sind die Gruppen oft altersgemischt, um das Lernen miteinander zu fördern.

Kindertagespflege

Neben Kinderkrippe und Kindergarten gibt es die Möglichkeit, Kinder durch eine einzelne Betreuungsperson betreuen zu lassen, sogenannte Tagesmütter oder Tagesväter. Hier werden bis zu fünf Kinder von einer Betreuungsperson betreut. Diese Betreuungsform wird meist privat organisiert und finanziert. Je nach Vereinbarung werden die Kinder bei den Tageseltern, bei Ihnen zu Hause oder in anderen Räumen betreut.

Kinderbetreuung von 3 bis 6 Jahren

Wenn ein Kind sein drittes Lebensjahr vollendet hat, kann es in den Kindergarten gehen. Im Kindergarten wird durch die pädagogische Betreuung die Entwicklung der Kinder in wichtigen Bereichen wie Sprache, Koordination, Denken und Empathie spielerisch gefördert. Je nach Einrichtung kann das Kind den ganzen oder den halben Tag betreut werden.

Kinderbetreuung ab 6 Jahren

Kinder ab dem ersten Schuljahr können nach Ende des Schulunterrichts in einem Hort betreut werden. Die Betreuung wird in der Regel bis zur vierten Klasse angeboten. Hort-Einrichtungen sind häufig eng mit der Schule verbunden, sowohl räumlich als auch organisatorisch. Es gibt aber auch immer mehr Ganztagsschulen in der Region. 

Meistens wird im Hort ein gemeinsames Mittagessen für alle Kinder angeboten. Ein Schwerpunkt liegt in vielen Einrichtungen auf der Betreuung bei der Erledigung der Hausaufgaben aus dem Schulunterricht. 

Die Betreuungszeiten in einem Hort unterscheiden sich von Einrichtung zu Einrichtung. Oft beginnt die Betreuung bereits vor dem Unterricht und endet am Nachmittag. Viele Horte haben außerdem auch während der Ferienzeit geöffnet und bieten besondere Ferienprogramme an.

Auch Hortplätze sind sehr beliebt. Es ist also auch hier empfehlenswert, sich schon früh um eine Kinderbetreuung im Hort zu kümmern.