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Ein Studium in Deutschland bietet hohe Bildungsqualität, vielfältige Studienangebote und gute Berufsperspektiven. Außerdem gibt es viele international anerkannte Studienabschlüsse und die Studienkosten sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern niedrig.

Einen Überblick über alle Studiengänge bietet die Website Hochschulkompass. Eine Übersicht über die Hochschularten in Deutschland und weitere wichtige Informationen zum Studium in Deutschland erhalten Sie im Folgenden.

Hochschularten

In Deutschland gibt es über 400 Hochschulen. Diese lassen sich in drei Gruppen einteilen: 

  1. Staatliche Universitäten
    Universitäten bieten eine breite Auswahl an Studiengängen – von Natur- und Geisteswissenschaften über Medizin bis zu Wirtschaft und Technik. Der Fokus liegt auf wissenschaftlicher Theorie und Forschung. Wer plant, später zu promovieren, ist an einer Universität meist richtig
  2. Fachhochschulen (Hochschulen für angewandte Wissenschaften)
    Fachhochschulen sind praxisorientierter als Universitäten. Sie arbeiten oft eng mit Unternehmen zusammen und bieten Studiengänge mit direktem Berufsbezug, beispielsweise Ingenieurwesen, Sozialarbeit oder Medien. Für Studierende, die sich schnell auf einen bestimmten Beruf vorbereiten möchten, sind Fachhochschulen besonders attraktiv. 
  3. Private Hochschulen
    Private Hochschulen sind oft spezialisierter und erheben meist höhere Studiengebühren. Dafür bieten sie kleinere Studiengruppen und oft eine engere Betreuung an. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die private Hochschule staatlich anerkannt ist und die Studiengänge akkreditiert sind. 
Wichtiger Hinweis

Die Studienabschlüsse von Universitäten und Fachhochschulen sind gleichwertig und europaweit anerkannt. Sie unterscheiden sich lediglich im Ausbildungsansatz – eher wissenschaftlich ausgerichtet oder praxisorientiert. 

Studienabschlüsse in Deutschland

Die meisten Studiengänge in Deutschland sind in zwei Stufen, optional in drei Stufen, unterteilt.

  • Der Bachelor ist der erste akademische Abschluss, der je nach Studiengang in der Regel drei bis vier Jahre dauert.
  • Der Master baut auf dem Bachelor auf und dauert meist ein bis zwei Jahre. Im Master wird das Fachwissen aus dem Bachelor vertieft.
  • Die Promotion ist die wissenschaftlich höchste und anspruchsvollste Qualifikation, die zum Doktortitel führt. 

In einzelnen Studienfächern wie Medizin, Jura oder Lehramt gelten besondere Regeln und Abschlussformen (z. B. Staatsexamen).

Studienaufbau

An deutschen Universitäten gibt es unterschiedliche Arten von Veranstaltungen:

  • Vorlesungen sind Veranstaltungen mit vielen Studierenden. Die Professorin, der Professor oder die Dozentin oder der Dozent referiert, die Studierenden schreiben mit. Dieses Format wird oft für Studierende in früheren Semestern angeboten.
  • Seminare finden mit weniger Studierenden statt und sind interaktiver als Vorlesungen. Auf Grundlage von wissenschaftlichen Texten wird diskutiert und sich fachlich ausgetauscht. 
  • Kolloquien sind Kurse für Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben möchten. Sie dienen dazu, dass die Teilnehmenden ihr Abschlussthema vorstellen und mit Mitstudierenden und der Professorin oder dem Professor darüber sprechen.
  • Praktika oder Praxismodule werden in vielen Studiengängen während des Studiums vorausgesetzt, damit Studierende das Arbeitsleben bereits früh kennenlernen.

Das duale Studium

Eine besondere Studienform ist das duale Studium. Dabei wechseln sich Theoriephasen an der Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen ab. So sammeln Studierende wertvolle Berufserfahrung und sind nach Abschluss optimal auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Duale Studiengänge sind besonders in technischen und wirtschaftlichen Bereichen beliebt und werden sowohl an Fachhochschulen als auch an Universitäten angeboten.

Studienbeginn und Organisation

Das Studienjahr ist in zwei Semester unterteilt:

  • Wintersemester: Beginn 1.Oktober
  • Sommersemester: Beginn 1. April.

Die meisten Studiengänge starten im Wintersemester. Prüfungen finden typischerweise am Ende des Semesters statt, meist im Februar/März und Juli/August. In der Regel werden mit jedem abgeschlossenen Modul sogenannte Credit Points (CP) gesammelt.

Anders als in anderen Ländern sind Studierende an deutschen Universitäten für ihre Studienorganisation weitgehend selbst verantwortlich. Der Stundenplan muss oft eigenständig zusammengestellt werden.

Das hat den Vorteil, dass sich Studierende bei der Wahl zwischen möglichen Veranstaltungen mehr an ihren Interessen orientieren können. Selbständigkeit und gute Zeitplanung sind daher wichtig für den Studienerfolg in Deutschland. 

Wichtiger Hinweis

Ein Studium in Deutschland sollte mindestens sechs bis zwölf Monate im Voraus geplant werden – vor allem, wenn ein Visum benötigt wird. Wichtig sind eine rechtzeitige Bewerbung bei der Hochschule und die Vorbereitung aller erforderlichen Dokumente. Bewerbungen für das Wintersemester sollten spätestens bis Juli, für das Sommersemester bis Januar erfolgen. 

Studiengebühren und Semesterbeitrag

Die meisten Hochschulen in Deutschland sind staatlich finanziert und erheben keine allgemeinen Studiengebühren. Allerdings fällt pro Semester ein Semesterbeitrag zwischen 270 und 370 Euro an. Die Kosten variieren von Hochschule zu Hochschule. Darin enthalten sind häufig:

  • die Nutzung von Hochschuldiensten (z. B. Bibliothek, Sportangebote),
  • ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr,
  • ein Beitrag für das Studierendenwerk (z. B. Studentenwohnheime, Mensa).

Finanzierungsmöglichkeiten

Internationale Studierende können verschiedene Formen der finanziellen Unterstützung nutzen:

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